Liebe Leute!
Schade, dass beim letzten Eintrag der Anfang verloren gegangen ist. Wie ihr euch schon denken koennt ging es um’s Essen.
Ich schauffel hier wirklich tonnenweise Reis in mich rein, das liegt zum Einen daran, dass es im Kindergarten jeden Tag Reis mit Sosse gibt und zum Anderen, dass mir der Fried Rice, der hier ueberall auf der Strasse Angeboten wird, sehr gut schmeckt.
Da die Nahrung im Kindergarten mit der Zeit doch relativ langweilig wird, nehme ich mir immer noch Koestlichkeiten wie Avocado, Ei, Tunfisch oder Ketchup mit, um das Essen ein wenig zu verfeinern. Ich wurde hier schon mit dem Spitznamen Mr. Ketchup getauft, weil ich immer eine 1L Flasche Ketchup im Rucksack habe, fuer alle Faelle. Mein Magen ist mittlerweile wirklich einiges gewoehnt, Kuhfleisch und Banku (ein saeuerlich schmeckende Teigmasse) zum Fruehstueck stellen kein Problem mehr da.
Ueberhaupt bin ich mit meiner Gesunheit bisher mehr als zufrieden, der durchschnitts Europaer hat hier doch schon recht haeufig mit irgendwelchen undefinierbaren Hautausschlaegen, Magenschermzen oder Sonstigen Attacken auf die Gesundheit zu kaempfen. Am Wochenende habe ich einen Amerikaner getroffen, der trotz Prophylaxe innerhalb 6 Monaten 5x Malaria hatte! Ich hoffe mir bleibt dieses Schicksal erspart, allerdings hat es bisher fast jeden erwischt, den ich getroffen habe. Der Verlauf der Krankheit ist eigentlich immer relativ harmlos, wenn sie frueh genug Behandelt wird.Auch wenn die Chemoprophylaxe Malaria schon nicht komplett verhindern kann, sorgt sie wenigstens dafuer, dass es nicht so schlimm wird. Ich schreibe dass nur schonmal fuer den Fall, dass ihr nicht alle in Panik ausbrecht, wenn ich demnaechst evtl. einen Beitrag mit der Ueberschrift “Malaria” beginne.
Mein Wochenende war sehr entspannt, Samstag sind wir mit einer gemischten Truppe aus Ghanaern und Europaeern an einen grossen Badesee in der naehe Kumasis gefahren und haben dort den ganzen Tag mit lesen, schwimmen und chillen verbracht. Am Sonntag habe ich dann Phillips Familie (der Ghanaer aus Freiburg, den ich im ersten Beitrag schon erwaehnt habe) getroffen. Es war nur die Mutter und ein weiteres Kind der Mutter da, wir haben eine schoene Zeit zusammen gehabt und ich habe jetzt auch die Moeglichkeit bei einem anderen Familienmitglied in Accra zu uebernachten.
Am Donnerstag werde ich mich schon auf den Weg nach Takoradi an die Kueste machen, dort werde ich Johnny treffen und mit ihm ein Wochenende am Strand verbringen.
Wer Lust hat, kann sich gerne die Website des Beach Resorts anschauen: www.ghanaspirit.com. Da kommt Neid auf, was?